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Silvio Meier-Doku: Timeline

Timeline

Datum Was
20.11.1992 In der Nacht vom 20. auf den 21. wird Silvio Meier von Neonazis ermordet.
21.11.1992

Demonstration durch Friedrichshain und Prenzlauer Berg

Aus einer Spontandemonstration heraus wird ein Jugendklub in der Judith Auer Straße in Lichtenberg mit Baseballschlägern entglast. Dies war ein Treffpunkt für rechte Jugendliche, auch die Mörder von Silvio Meier gingen dort ein und aus.
23.11.1992 Brandanschlag auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in Mölln (Schleswig-Holstein). 3 Bewohner*innen kommen hierbei um, 9 weitere werden zum Teil schwer verletzt.
23.11.1992 Brandanschlag auf den Judith Auer Club in Lichtenberg. Ein Teil der Räumlichkeiten wird schwer beschädigt.
23.11.1992

Demonstration am Kottbusser Tor

Bei einer Demos in Kreuzberg kommt es zu schweren Ausschreitungen. Etwa 200 Autonome und viele Migrant*innen greifen dabei am Kottbusser Tor die Bullen mit Steinen und Leuchtspurmunition an. Laut Presseberichten wird eine Bullenwanne mit Äxten zertrümmert. 37 Bullen werden verletzt.
13.09.1993

Prozessbeginn gegen die Mörder von Silvio Meier

Vor dem Berliner Landgericht beginnt der Prozess gegen die drei ermittelten Täter unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch Freunde und Familie sind von dem Prozess ausgeschlossen. Eine Nebenklage wurde nicht zugelassen.  Vor dem Gericht findet eine Kundgebung mit mehr als hundert Leuten statt. Es sind insgesamt sechs Prozesstage angesetzt.
01.10.1993

Urteil im Prozess gegen die Mörder von Silvio Meier

Die Angeklagten werden jeweils zu Freiheitsstrafen von viereinhalb und dreieinhalb Jahren sowie zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Der 17jährige Hauptangeklagte Sandro S., wird des Totschlags für schuldig befunden. Die beiden Mitangeklagten, der 18-jährige Sven M. und der 17-jährige Alexander B., werden wegen versuchten Totschlags beziehungsweise Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei verurteilt.
21.11.1993

Silvio Meier-Demonstration

13 Uhr | U-Bhf. Samariterstraße Unter dem Motto: „Wir vegeben nichts – wir vergessen nichts“
24.11.1993

Anschlag auf den Nazianwalt Jürgen Rieger

Riegers Daimler wird „zerdeppert“, sowie sein Haus und seine Kanlzei in der August-Baur-Straße 22 mit Farbe bearbeitet. Außerdem werden alle Scheiben eingeworfen und die Reifen seines Autos werden zerstochen. Zu der Tat bekennt sich die „Autonome Zelle Silvio Meier“.
19.11.1994

Gedenkkundgebung an Silvio Meier

Nach der Kundgebung am U-Bhf. Samariterstraße kommt es zu einer Spontandemo. Dabei werden Scheiben einer Filliale von Getränke Hoffman und einer Filiale der City Bank zerstört. Etwa eine Stunde lang liefern sich in etwa 200 Autonome Strassenschlachten mit der Polizei.
25.11.1995

Silvio Meier-Demonstration

14 Uhr - Rathaus Friedrichshain – Demonstration Unter dem Motto: „Antifa heißt Angriff“ Im Anschluss an die Demonstration werden in Friedrichshain Barrikaden errichtet und die Bullen werden angegriffen. Nach einigen Scharmützeln stürmen die Bullen die Kreutzigerstraße 19 und 22.
21.11.1996 Brandanschlag auf Polizeiwache in der Marchlewskisraße in der Nacht vom 21. auf den 22. November
23.11.1996

Silvio Meier-Demonstration

14 Uhr |- Frankfurter Tor - Demonstration Unter dem Motto: „Kampf dem Faschismus“. Die Demonstration zieht vom Frankfurter Tor zur Samariterstraße. Während der Demonstration wird in der Kopernikusstraße ein Haus besetzt. Im Vorfeld der Demonstration hatte Jörg Schönbohm (CDU, damals Innensenator von Berlin) angekündigt alle besetzten Häuser räumen zu lassen. Zeitgleich zur Demonstration fand in Köpenick eine Demonstration der Nationalen Demonstrationkraten mit 50 Nazis statt. Auch dagegen findet eine Spontandemonstration statt.
22.11.1997

Silvio Meier-Demonstration

14 Uhr |- U-Bhf. Magdalenenstraße – Demonstration Unter dem Motto Motto: „..get up – stand up“ Antifa heißt Angriff Die alljährliche Silvio Meier Demonstration zieht mit mehr als 1000 Leuten von Lichtenberg nach Friedrichshain. Die Demonstration die sich gegen den Nazitatooshop „Utgard”, der den Nazis als wichtige „Koordinationsstelle“ dient.
16.10.1998 Gedenktafel für Silvio Meier wird von Nazis gestohlen.
21.11.1998

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr - U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Weg mit dem Cafe Germania“ Die „Nationale Alternative“ ruft zu Gegenaktionen auf und möchte das Cafe Germania beschützen. Die Route vom U-Bhf. Samariter Straße zum Rathaus Lichtenberg und führt direkt am Cafe Germania in der Normannenstraße vorbei. Mehr als 50 Nazis versammeln sich im Cafe Germania sowie in der Kneipe Normannenhütte und greifen die Demonstration mit Glasflaschen an. Mehrere Menschen werden verletzt. Die Angriffe bleiben nicht unbeantwortet.
21.11.1999

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr - U-Bhf. Samariterstraße Demonstration Unter dem Motto: „Weg mit Naziläden und rechter Kultur - smash the two flags store“ Die Demonstration zieht mit etwa 2000 Teilnehmer*innen durch Friedrichshain in Richtung Prenzlauer Berg. Ziel der Demonstration ist der „two flags store“ in welchem Nazipropaganda vertrieben wird.
25.11.2000

Naziaufmarsch

Etwa 1200 Nazis versuchen vom Ostbahnhof zur Friedrichstraße zu ziehen. Zahlreiche Antifaschist*innen blockieren die Route der Nazis. Es kommt zum Teil zu heftigen Ausschreitungen. Da die Bullen die Sicherheit der Nazis nicht mehr garantieren können wird der Aufmarsch aufgelöst. Ursprünglich wollten die Nazis durchs Brandenburger Tor marschieren.
25.11.2000

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr |- U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Smash fascism – fight racism- für eine antifaschistische revolutionäre Jugendbewegung“ Nach dem erzwungenen Abbruch der NPD Demonstration in Mitte nahmen mehr als 1000 Antifaschist*innen an der Silvio-Meier-Demonstration teil. Ziel der Demonstration ist der Naziladen »Utgard«, der im Zuge dessen angegriffen und beschädigt wird.
24.11.2001

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr |- Ostbahnhof – Demonstration Unter dem Motto: „Freiheit stirbt mit Sicherheit – Freiräume schaffen“ Die Demonstration kann erst nach Verzögerungen losziehen. Die Bullen überfallen den Lautsprecherwagen und beschlagnahmen mehrere CDs. Vom Lautsprecherwagen war das Lied A.C.A.B von SLIME gespielt worden.
23.11.2002

Silvio Meier-Demonstration

14 Uhr |- U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Nazistrukturen zerschlagen – Weg mit NPD und Anti-Antifa“ An der Silvio-Meier-Demonstration nehmen 2000 Antifaschist*innen teil. Die Demonstration führt nach Lichtenberg. Sie richtet sich gegen die von Björn Wild angeführte Kameradschaft Tor. Bei sehr rigorosen Vorkontrollen wurden zahlreiche Leute festgenommen.
22.11.2003

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr - | U-Bhf. Frankfurter Tor – Demonstration Unter dem Motto: „Antifa heißt Angriff – keine Kneipen für Nazis“ Die Demonstration zieht mit etwa 1000 Teilnehmer*innen nach Lichtenberg zur von BFC Dynamo-Fan Kneipe „Zum Fußballer“. Diese Kneipe wird von organisierten Nazis frequentiert. Als die Demonstration an der Kneipe vorbeizieht, befinden sich zahlreiche Nazis in der Kneipe, die Ziel eines „Flaschenregens“ wird. Im Anschluss an die Demonstration werden mehrere Bullenwannen beschädigt und die Bullen werden angegriffen.
20.11.2004

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr |- U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Keine Homezone für Faschisten – Antifa heisst Angriff“ Die Nazigruppierung Berliner Alternative Süd-Ost meldet eine Gegendemonstration in Lichtenberg an. Die Silvio-Meier-Demonstration zieht in Richtung Lichtenberg. Etwa 1800 Bullen legen deshalb den U-Bahn- und S-Bahnverkehr lahm und blockieren die Frankfurter Allee, dennoch schaffen es einige Antifaschist*innen die Nazis zu erreichen.
21.11.2004

Spontandemonstration im Weitlingskiez

Circa 80 Antifas machen eine Spontandemonstration im Lichtenberger Weitzlitzkiez. Die Sponti führt an diversen Naziwohnungen vorbei. Den Nazis Oliver Schweigert und Peter Töpfer werden antifaschistische Hausbesuche abgestattet.
17.11.2005

Angriff auf Antifa-Info-Stand in Lichtenberg

Bei einem Mobilisierungs-Stand am S-Bhf Lichtenberg für die bevorstehende Silvio Meier Demonstration, kommt es zu einem Angriff von stadtbekannten Nazis. Die Nazis, die der Kameradschaft Tor und der Berliner Alternative Südost (BASO) zugeordnet werden können, sind mit Flaschen, Steinen und Eisenstangen bewaffnet. Einige Stunden nach dem Angriff führen in etwa 200 Antifas eine Spontandemonstration in Lichtenberg durch.
19.11.2005

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr |- U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Keine Homezone für Faschisten – Antifa heisst Angriff“  Teil 2 1500 Antifaschist*innen ziehen nach Lichtenberg um auf die sich dort befinden Nazistrukturen aufmerksam zu machen. Die beiden zuvor verbotenen Nazigruppen KS-Tor und BASO verfügen im Bezirk noch über Infrastruktur, viele der Kader wohnen zu der Zeit im Kiez rund um die Weitlingstraße. Während die Demonstration durch Lichtenberg zieht, sammeln sich Nazis vor der Kneipe „Kiste“. Daraufhin leiten die Bullen die Demonstration um. Die Nazis posieren mit einem Transparent auf dem zu lesen ist „Linkes Gezeter – Neun Millimeter“. Gegen Ende wird die Demonstration von Bullen überfallen und zahlreiche Menschen werden festgenommen.
19.05.2006 Der türkischstämmige PDS-Politiker Giyasettin Sayan wird nahe dem Bahnhof Lichtenberg von Nazis angegriffen und niedergeschlagen und schwer am Kopf verletzt.
16.11.2006 Das Auto des Wirts der Nazikneipe „Kiste“ geht in Flammen auf. Zum Anschlag bekennt sich eine Gruppe unter dem Namen „Antifa Gruppe Silvio Meier“.
17.11.2006 Nazis verletzen in Grünau einen Bullen (Ermittler gegen Rechts) so schwer, dass sie glauben das dieser tot sei. Sie verscharren ihn notdürftig im Wald.
25.11.2006 Die Neonazis brechen an seinem Todestag die Gedenktafel im U-Bhf. Samariterstraße aus der Wand und hinterlassen den Spruch "Wo ist Silvio?". Es wird behelfsmäßig eine Ersatzplatte angebracht.
26.11.2006

Silvio Meier-Demonstration

14 Uhr – U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto "Wir sind gekommen um zu bleiben. Für alternative Freiräume in Lichtenberg" Etwa 1000 Menschen ziehen nach Lichtenberg. Kurz vorher hatten die Neonazis aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften mit Unterstützung durch die NPD bzw. deren Jugendorganisation JN versucht mit 50 Personen von Lichtenberg nach Friedrichshain zu marschieren. 60 Antifas sprengen die Auftaktkundgebung der Demonstration in dem sie sich durch die Vorkontrollen schummeln und die Nazis vertreiben. Danach marschieren die Nazis nicht nach Friedrichshain sondern zum U-Bahnhof Tierpark.
26.11.2006 Der Anmelder der diesjährigen Silvio-Meier-Demonstration wird in Lichtenberg von hinten mit einer Flasche niedergeschlagen und beschimpft.
30.11.2006 Die Nazis Sebastian Zehlecke und Stephanie Piel (beide KS-Tor) werden am S-Bhf Lichtenberg angegriffen.
18.11.2007

Angriff auf Nazis in Friedrichshain

Im Burger King an der Frankfurter Allee werden Nazis mit Telis niedergeschlagen.
24.11.2007

Silvio Meier-Demonstration

16 Uhr - U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Get up stand up – Antifa heisst Angriff  - linke Freiräume verteidigen“ Es nehmen in etwa 2000 Menschen teil. Etwa 50 Neonazis führten in der Margarethenstraße 5 (Lichtenberg) eine Gegenkundgebung durch und verhöhnten Silvio Meier unter massivem Polizeischutz. Am gleichen Wochenende fand in Berlin ein bundesweiter Jugendantifa-Kongress mit etwa 200 Teilnehmer*innen statt. Vorausgegangen waren zahlreiche Aktionen in den Berliner Bezirken. In Friedrichshain gab es eine gedenkpolitische Aktion einiger Anwohner*innen, und die Neueinweihung einer Gedenktafel für Silvio Meier, da die alte im letzten Jahr von Neonazis aus dem U-Bhf. Samariterstraße entwendet wurde.
05.07.2008 Die Gedenktafel an Silvio Meier im U-Bhf. Samariterstraße wird von Nazis mit einem SS-Zeichen beschmiert.
22.11.2008

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr - U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Aus Trauer wird Wut“ - „Kampf den Naziparteien, dem Rechtsrock und den Autonomen Nationalisten“ Es nehmen in etwa 1500 Leute teil. Die Demonstration zieht durch Friedrichshain und Lichtenberg. Die Abschlusskundgebung findet erneut im Weitlingskiez statt. Nazis versuchen von einem Dach aus die Demonstration mit Farbe zu beschütten. Außerdem werden in einem Hausflur fünf bewaffnete Nazis von den Bullen festgenommen.
18.11.2009

Symbolische Umbenennung des U-Bhf. Samariterstraße

Antifas führen zur Mittagszeit eine symbolische Umbenennung des U-Bahnhof Samariterstraße durch. Alle Schilder im U-Bahnhof werden umgestaltet. Über einen kurzen Zeitraum heißt der U-Bahnhof symbolisch U-Bahnhof Silvio-Meier-Straße.
19.11.2009 Am S-Bhf. Schöneweide findet ein Antifa Infostand statt. Nach einem versuchten Angriff auf den Stand wird die sich in der Nähe befindenden Nazikneipe „Zum Henker“ entglast.
21.11.2009

Silvio Meier-Demonstration

16 Uhr - U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Enough is enough“  „Gegen Nazis , Staat und Kapital – Freiräume schaffen“ Mehr als 3000 Antifaschist*innen Gedenken Silvo Meier. Nach der Mahnwache, bei der Genoss*innen aus Madrid und Moskau über die Morde an Carlos und Ivan berichten.
30.10.2010 Die Gedenktafel an Silvio Meier wird mit Teerfarbe beschädigt. Es wird ein Hakenkreuz geschmiert.
20.11.2010

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr - U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Kampf den Nazis, Kampf dem Staat“ „Gemeinsam für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung“ Mit 3500 Teilnehmer_innen zieht die Demo lautstark durch Friedrichshain. Von etlichen Häuserdächern wurde sie mit Feuerwerk und Transparenten begrüßt. Im Vorfeld wurde der „Metall & Hell“ Plattenladen von engagierten Antifaschist*innen farblich verschönert.
06.06.2011 Antifaschist*innen nennen Teile der Rigaerstraße und die gesamte Gabelsbergerstraße in Silvio-Meier-Straße um. An den ursprünglichen Straßenschildern werden Aufkleber angebracht.
19.11.2011

Silvio Meier-Demonstration

15 Uhr |- U-Bhf. Samariterstraße – Demonstration Unter dem Motto: „Rise up – Antifa heißt Angriff“ Über 5.000 Menschen nehmen an der Demonstration, gegen Nazis, Repression und Gentrifizierung durch Friedrichshain und Lichtenberg teil. Mit kreativen Transparenten, Dach-Actions und Pyrotechnik wurde die Demonstration begleitet. Nach der spontanen Beendigung auf dem Wismarplatz kam es zu kleineren Auseinandersetzungen.
26.04.2012 Bei einer Bürger*innenversammlung in der Galiläakirche sprechen sich eine Mehrheit der Anwesenden für eine Umbenennung der Gabelsberger Straße in Silvio-Meier-Straße aus. Für die BVV ist „Beschluss“ bindend. Außerdem wird die Schaffung eines Silvio-Meier-Preises beschlossen.
24.11.2012

Silvio Meier-Demonstration

5000 Menschen beteiligen sich an der 20. Silvio Meier Demonstration unter dem Motto "Erinnern heißt kämpfen. Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren". Die Demonstration zieht von Friedrichshain nach Lichtenberg, vorbei am "Stützpunkt" des NW Berlins in der Lückstraße. Auf den bereits stark beschädigte Laden fliegen abermals Steine und Farbe. Die Morde des NSU und die Verstrickungen des Verfassungsschutzes sind zentrales Thema auf der Demonstration. Wie in den Jahren zuvor wird die Spitze der Demonstration von einem Frauen_Lesben_Trans*_Inter*-Block angeführt. Die Demonstration endet am S-Bhf Lichtenberg. Hier kommt es zu etlichen Angriffen der Bullen auf die Demonstration, einige Teilnehmer_innen werden teilweise schwer verletzt und 21 Personen festgenommen. Im Vorfeld der Demo hatte es in Berlin-Rudow zahlreichen Proteste gegen eine Demonstration der NPD gegeben.
26.04.2013

Einweihung der Silvio-Meier-Straße

Die Gabelsbergerstraße am U-Bhf Samariterstraße wird in Silvio-Meier-Straße umbenannt. Die Umbenennung war eigentlich bereits zum 20. Todestages Silvio Meiers am 21. November 2012 geplant, musste jedoch wegen einer Klage eines Anwohners verschoben werden.
15.11.2013 Der Berliner Nazikader Björn Wild wird an der Grenze zu Kreuzberg zusammengeschlagen. Nazis rufen im Internet zu Racheaktionen auf und mobilisieren bundesweit zu einer - wahrscheinlich schon vorher geplanten - Demonstration für den Tag der Silvio-Meier-Demonstration.
23.11.2013

Silvio-Meier-Demonstration

6.000 Menschen beteiligen sich an der diesjährigen Silvio-Meier-Demonstration durch Friedrichshain. Die Demonstration mit dem Motto "Antifa in die Offensive" solidarisiert sich mit den Protesten der Refuggee und thematisiert die zunehmende rassistische Hetze von Nazis und bürgerlichen Rassist_innen. Auch die Kriminalisierung der radikalen Linken in Berlin wird angesprochen. Zeitgleich marschieren 137 Neonazis von Schöneweide, Johannisthal nach Rudow.