Weitere Projekte auf www.antifa-berlin.info

Hitlerfeier in Lichtenberg - Antifa aktiv

Sonntag, den 22. April 2012 um 13:29 Uhr

+++ Polizei ermöglicht Feier zum Hitler-Geburtstag in Lichtenberger Lückstraße +++ Berliner NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke und weitere NPD-Funktionäre dabei +++ Antifa stört mit Kundgebung direkt vor dem Neonazi-Treff +++ In Schöneweide ebenfalls antifaschistische Kundgebung und Informationsstand +++ Demo in Hohenschönhausen gegen NS-Kriegsverbrecher +++


Es mochte nicht so richtig Stimmung aufkommen in der Berliner Neonaziszene am diesjährigen 20.April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, den die Neonazis sonst so gerne unbeachtet der Öffentlichkeit begehen und auf den sie sich auch diesmal so gefreut hatten. Gleich in zwei sogenannten "neonazistischen Wohn- und Aktionsschwerpunkten" in Berlin kam es heute zu antifaschistischem Protest: Eine Neonazifeier in der Lückstraße 58 in Lichtenberg konnte nicht ungestört stattfinden, in Schöneweide fand eine antifaschistische Kundgebung statt. Bereits am Nachmittag hatten Antifaschist_innen in Hohenschönhausen gegen einen dort wohnenden NS-Kriegsverbrecher demonstriert und wohl auch ihm den "Führergeburtstag" versaut.

Weiterlesen: Hitlerfeier in Lichtenberg - Antifa aktiv

   

900 Menschen protestieren gegen Neuköllner Neonazistrukturen

Samstag, den 21. April 2012 um 12:52 Uhr

Es war ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und rassistische Gewalt, dass etwa 900 Antifaschist_innen am Freitagabend im als Schwerpunkt der Neonaziszene geltenden Süden Neuköllns setzten. Die Demonstration, die vom U-Bahnhof Lipschitzallee zum U-Bahnhof Rudow zog, stand unter dem Motto „Zeit zu Handeln! Keine „ Homezone“ für Nazis und Rassist_innen!“. Die Teilnehmer_innen ließen sich dabei von einer zeitgleich stattfindenden Neonazidemo nicht aus dem Takt bringen und setzten eigene Akzente. Knapp fünfzig Nazis mussten mit ihrer Demonstration in den Tempelhofer Ortsteil Marienfelde ausweichen. Auch dort wurden sie von massiven Protesten begleitet und konnten ihren Aufmarsch am Ende nicht wie geplant durchführen. Unterdessen sind weitere antifaschistische Aktionen in Südneukölln bereits in Planung.

Weiterlesen: 900 Menschen protestieren gegen Neuköllner Neonazistrukturen

   

Neonazis und Rocker kooperieren und verfestigen sich zunehmend in Berlin-Schöneweide

Freitag, den 02. Dezember 2011 um 22:07 Uhr

Wir möchten auf folgende neu erschienene Antifa-Recherche Broschüre zum Berliner Bezirk Treptow-Köpenick hinweisen: „Die braune Straße von Berlin Über die Strukturen von Nazis und Rockern in Schöneweide“

Die Broschüre kann hier als pdf-Datei runtergeladen werden

Es wurden Erkenntnisse lokaler Antifaschist_innen zusammengetragen, denen zufolge sich eine bedenkliche Kooperation zwischen Berliner Neonazis undRockern des „Gremium MC“ beobachten lassen. Die rechte Szene istoffensichtlich bestrebt, neben den bekannten Neonazi-Treffpunkten „Zum Henker“ und „Hexogen“, ihre Infrastruktur im Ortsteil Schöneweide weiterauszubauen. Sowohl Aktivisten verbotener Organisationen aus den 90er Jahren, als auch die aktuelle Generation Berliner Neonazis agieren dabei gemeinsam und haben mittlerweile in und um die Brückenstraße mehrere Geschäfte und Lokale eröffnet. Dabei gibt es enge Verflechtungen zwischen heute aktiven Neonazikadern wie beispielsweise Sebastian Schmidtke, Neonazis, die vor 10 bis 15 Jahren durch Aktivitäten auffielen, und die sich dem Rockermilieu zugewandt haben. Letztere betreiben den Club "Dark7side". Auch die Nazirockergruppe "Vandalen" gewinnt an neuer Aktualität. Das enge Netz dieser Spektren von neonazistischen und gewalttätigen Aktivisten ist besorgniserregend, weil es die Verfestigung militanter rechter Strukturen darstellt.

Aktuelles Beispiel ist Marco Oemus – ein lokaler Neonaziaktivist aus Schöneweide und zentrale Figur in der örtlichen Szene, der sowohl Ende der 90er als auch heutzutage aktiv ist - der sich unverhohlen positiv auf die Neonazi-Mördergruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bezieht. Auf seinem Profil im sozialen Netzwerk „Jappy“ hat er einen bewaffneten „Paulchen Panther“ zu dem Text „Unser Kiez – Schöneweide“ eingestellt. Diese Comic-Figur wurde in dem Bekennervideo der Neonazi-Terroristen verwendet: http://www.jappy.de/user/bigcitywhiteboy

   

6. Oktober: Antifa-Memory veröffentlicht

Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 18:52 Uhr

Auf der Antifa-Berlin-Sonderseite "Who is who" befindet sich seit heute ein Memory-Spiel, bei dem mensch sein Wissen über die Berliner Neonazi-Szene spielerisch testen kann. Es gilt 25 Berliner Neonazis auf Memory-Karten wiederzuerkennen. Ergänzend werden die Dargestellten mit einem kurzen Portrait dargestellt.

 

Viel Spaß beim Spielen.