Den rassistischen Aufmärschen in Köpenick ein Ende bereiten

15. Dezember 2014 | Gemeinsam gegen Rassismus

Und jetze? Blockier’n!

Seit Wochen machen Neonazis, Hooligans und andere Rassist*innen – manche von ihnen sind auch Anwohner*innen – Stimmung gegen geflüchtete Menschen im Viertel „Allende II“. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass der Senat den Geflüchteten statt Wohnungen und selbstorganisierten Häusern nur noch eine menschenunwürdige Unterbringung in Containerunterkünften (eigentlich: Lager) ermöglichen will, zieht nun auch noch ein rassistischer Mob durch die Straßen. Unter dem Vorwand der falschen Standortwahl und fehlenden Transparenz gegenüber den Bürger*innen beim Bau des Containerlagers wird unermüdlich gegen alle diejenigen gehetzt, die Berlin auf der Suche nach Sicherheit und einem lebenswerten Leben erreichen.

Auch in Marzahn, Buch und inzwischen Hohenschönhausen finden rassistische Aufmärsche statt. Bis zu tausend selbsternannte „Heimgegner“ machen mit Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ oder „Wir sind das Volk“ eines klar: Es geht ihnen nicht um Standorte oder Bürgerbeteiligung. Es geht darum, die ethnisch gedachte, homogene Wir-Gruppe gegen alles „Andere“/“Fremde“ zu verteidigen. Und das ist nun einmal: Rassismus. Während sich Brandanschläge auf Sammellager und Angriffe auf Geflüchtete häufen, wird (mal wieder) das Asylrecht verschärft und Bundesminister legitimieren durch ihr „Verständnis“ den Rassismus der gesellschaftlichen Mitte.

Jetzt reicht’s!

Wir finden nicht nur rassistische Anwohner*innen, sondern auch rassistische Minister*innen und rassistische Senatspolitik einfach scheiße. Was im deutschen Kaltland derzeit fehlt ist der Wille weiter Teile der Gesellschaft, ein solidarisches Zusammenleben mitzugestalten und dafür auch einzustehen.
Nachdem antirassistische Demonstrationen in den vergangenen Wochen den Rassist*innen die Laune verdorben haben, werden wir kurz vor Einzug der ersten Geflüchteten am 19.12. die rassistischen Aufmärsche endgültig zum Desaster machen. Denn: Die rassistischen Mobilisierungen jetzt zu stoppen, heißt Pogrome präventiv zu verhindern.

Treffpunkt: 17:30 Uhr | S-Bhf Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße)
Außerdem findet wieder die antirassistische Demonstration der Initiative „Uffmucken“ statt: 18:00 Uhr | S-Bahnhof Berlin-Köpenick

Infos unter: antifa-berlin.info & abso.blogsport.de & chili.blogsport.de
Aktuelles: twitter.com/ai_b_bbg

Chronik der rassistischen Mobilisierungen und der Gegenproteste in Berlin