Am Samstag erneut Rassist_innen-Aufmarsch in Neu-Hohenschönhausen

8. Januar 2015 | Gemeinsam gegen Rassismus

Einen Tag nach dem Rassist_innen-Aufmarsch vom 6. Januar 2015 hat der Berliner Senat eine Turnhalle in Neu-Hohenschönhausen beschlagnahmt, um dort in den nächsten Tagen bis zu 160 Flüchtlinge unterzubringen. Dies nutzen die Hohenschönhausener Rassist_innen, um am kommenden Samstag zu einem weiteren Aufmarsch durch Neu-Hohenschönhausen zu mobilisieren. Startpunkt ist erneut am Netto-Supermarkt an der Ecke Egon-Erwin-Kisch-Str./Grevesmühlener Str.

Wiederholt wird über die Facebookseite "Kein Asylanten-Containerdorf in Falkenberg" zu den anhaltenden, rassistischen Aktivitäten in Neu-Hohenschönhausen und Falkenberg aufgerufen. Die Betreiber_innen der Facebookseite gehören zu einem Berliner Netzwerk, das unter dem Label "Berlin wehrt sich!" agiert und maßgeblich von organisierten Neonazis getragen wird. In einer Ende Dezember 2014 veröffentlichten Stellungnahme positionieren sich die Organisator_innen als Anti-Demokrat_innen und fordern einen Wechsel hin zu einem autoritären, rassistischen und antihumanistischen politischen System jenseits der bestehenden parlamentarischen Demokratie.

Bereits gestern zogen ca 15 Neonazis von der Partei "Die Rechte" und der rassistischen "Bürgerbewegung Hellersdorf" durch den Kiez und versuchten mehrfach an das Turnhallengelände zu gelangen.

Natürlich wird es auch am Samstag wieder antirassistische Proteste gegen den Rassist_innen-Aufmarsch geben. Mehr Informationen gibt es in den nächsten Tagen hier.

Chronik der rassistischen Mobilisierungen und der Gegenproteste in Berlin