6.000 auf Silvio-Meier-Demo 2013

24. November 2013 | News Redaktion

Am Samstag Nachmittag, den 23. November 2013 zog die jährlich stattfindende Silvio-Meier-Demonstration zum 21. mal durch den Berliner Bezirk Friedrichshain. Es nahmen mehr als 6.000 Menschen an dem Zug teil. Die Silvio-Meier-Demo ist mittlerweile die größte regelmäßig stattfindende Antifa-Demonstration in Deutschland.

Erstmalig zog die Demonstration durch die Silvio-Meier-Straße. Flankiert mit zahlloser Pyrotechnik und Feuerwerk streiften die Teilnehmer die ehemals besetzen Häuser in der Rigaer Straße.

Während der Demonstration und auch noch nach Beendigung stürmten die Prügeltruppen der Berliner Polizei immer wieder in Menschenmengen und griffen sich anlasslos Leute heraus.

Der Hausbesetzer und Antifaschist Silvio Meier wurde am 21. November 1992 auf der Zwischenebene des U-Bahnhofs Samariter-Straße von Neonazis ermordet. Vorausgegangen war dem Mord eine Auseinandersetzung weil einer der Neonazis einen »Ich bin stolz ein Deutscher zu sein«-Aufnäher trug. Seit dem Mord an Silvio Meier gibt es jedes Jahr wieder eine Gedenkdemonstration: Diese verbindet das würdige Gedenken an Silvio Meier mit der Thematisierung neonazistischer Strukturen in Berlin. 

Nahezu zeitgleich organisierte die Berliner Jungen Nationaldemokraten (JN) – der  Jugendverband der NPD – einen Neonaziaufmarsch im Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick bis Neukölln. Der Aufmarsch sollte der Provokation dienen und Teilnehmer von Silvio-Meier-Demo abziehen. Dieses Ziel ging zum Glück nicht auf.

Das Silvio-Meier-Vorbereitungsbündnis organisierte einen Bus-Shuttle von den Anti-Nazi-Protesten zur Demonstration in Friedrichshain.
 
Die Demonstration im Gedenken an Silvio Meier ist erneut ein großer Erfolg gewesen. Auf die peinliche Nazi-Provkation antworteten tausende Antifaschisten mit der größten Antifa-Demonstration des Jahres.

Während den Neonazis von der Berliner Polizei der Weg frei gemacht wurde, zeigte man auf der Silvio-Meier-Demonstration durch stattfindende Prügelattacken und Festnahmen deutlich, was man von antifaschistischem Engagement in der Hauptstadt hält.

Alerta, Antifa!

Erstveröffentlichung auf Indymedia am 23. November 2013