Neukölln

15. März 2017 | News Redaktion

Brandanschläge, zerbrochene Fensterscheiben, auf Hausfassaden geschmierte Drohungen: Seit mehreren Monaten erleben wir in Neukölln und in anderen Bezirken eine erneute Eskalation neonazistischer Gewalt. Nachdem im vergangenen Jahr vom Stammtisch bis ins Parlament gegen Geflüchtete gehetzt wurde und in der Folge der Zuspitzung des nationalistischen und rassistischen Normalzustandes die unzähligen Unterkünfte brannten, werden nun linke Läden, Cafés und politisch Engagierte aus unterschiedlichen Kontexten angegriffen. Auch rassistische Bedrohungen sind an der Tagesordnung. Was die Betroffenen eint, ist ihre politische Haltung oder vermeintliche Herkunft, die nicht in ein rechtes Weltbild passt. Nicht nur sie, sondern wir alle sollen eingeschüchtert und im Kampf für eine solidarische Gesellschaft geschwächt werden. Aus diesem Grund organisiert ein breites Bündnis eine Aktionswoche vom 20. bis 25. März. Neben vielen weiteren Veranstaltungen wird eine Demonstration am 25. März in Neukölln-Rudow den Höhepunkt bilden. Für eine solidarische Stadt, für die befreite Gesellschaft – jetzt erst recht!

27. Februar 2017 | News Redaktion

Seit Mitte Dezember 2016 kommt es immer wieder zu Bedrohungen und Angriffen gegen Antifaschist*innen in Berlin. Lag der Schwerpunkt der Angriffe anfänglich noch auf dem Berliner Bezirk Neukölln, kam es nun Anfang Februar zu weiteren Aktionen seitens Berliner Nazis, dieses mal in Berlin Wedding. Seit dem sich zuspitzenden europäischen Rechtsruck treten bundesweit wieder alte Kader neonazistischer Organisationen in Erscheinung oder agieren konspirativ, bei denen man davon ausgegangen war, dass sie sich zu Ruhe gesetzt oder sich aus der Szene verabschiedet hätten.

26. Februar 2017 | News Redaktion

Wir haben in der Nacht auf den 24.02.2017 für Glasbruch bei Louis gesorgt. In der  Broschüre zur Berliner AFD wird über Louis wie folgt Berichtet (auf Seite 8):

Fast alle Bezirksverbände haben Räume für kleinere Veranstaltungen gefunden, die wissentlich die Partei unterstützen. Zu nennen sind hier wenigstens die Residenz Domicil (Pestalozzistr. 30) in Pankow, der Warten-berger Hof (Woldegker Straße) in Hohen-schönhausen, das Restaurant Märkische Aue (Alfred-Kowalke-Str. 1) in Lichtenberg und das Louis (Richardplatz 5) in Neukölln.

Wir fordern Louis auf öffentlich davon Abstand zu nehmen der AFD, den Identitären, Burschenschaften oder sonstigen reaktionären Gruppen Räumlichkeiten zur verfügung zu stellen !

16. Februar 2017 | News Redaktion

Am 5. April 2012 wird Burak Bektaş in Neukölln auf offener Straße erschossen. Es wirkt wie eine Hinrichtung. Bis heute bleiben viele Fragen offen, bleiben Täter und Motiv unbekannt. Bei Anhörigen und Unterstützer*innen bleibt die Frage: War Rassismus wieder das Motiv? Die Initiative für die Aufklärung des Mordes ruft daher anlässlich des fünften Jahrestages des Mordes zu einer Aktionswoche vom 14. Februar bis 5. April auf. Höhepunkt wird die feierliche Grundsteinlegung des Gedenkorts für Burak Bektaş. Um diesen Gedenkort zu finanzieren, wird die Aktionswoche von einer Spendenkampagne begleitet. Weitere Informationen zum Programm findet sich auf der Webseite der Initiative.

8. Februar 2017 | News Redaktion

In den vergangen zwei Nächten wurden erneut an die Wohnhäuser (vermeintlicher) Linker Beleidigungen in Kombination mit ihren Namen geschmiert. Das MBR berichtet von fünf Betroffenen in der Nacht von Montag auf Dienstag im Wedding und von weiteren fünf Betroffenen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Neukölln. Handschrift und Inhalt der Beleidigungen ähneln denjenigen der Serie Ende Dezember letzten Jahres. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich um den gleichen Kreis an Täter handelt.

27. Januar 2017 | News Redaktion

In Neukölln allgemein und gerade auch im Norden häuften sich zuletzt die Anschläge von Nazis auf Privatwohnungen, Autos und Locations. Bei einem Brandanschlag auf das k-fetisch im Dezember wurde der Tod von Menschen billigend in Kauf genommen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass bei den aktuellen Anschläge ein oder mehrere Nazis eingebunden sind, die über Ortskenntnis verfügen, dort zumindest regelmäßig unterwegs sind oder sogar wohnen. Einer von ihnen ist der Neuköllner NPD´ler Franz Gerlach. Antifaschist_innen machten nun mit Plakaten und Sprühdose in seinem Wohnumfeld auf ihn aufmerksam.

24. Januar 2017 | News Redaktion

In der Nacht zu Montag gab es erneut zwei rechte Brandanschläge auf Autos in Britz. Zum einen traf es einen immer wieder an Initiativen gegen Rechts beteiligten Aktivisten der IG-Metall. Zum anderen wurde das Auto eines Inhabers der Rudower Buchhandlung Leporello angezündet. Die Buchhandlung war bereits im Dezember Ziel von Steinwürfen, nachdem sie sich mit einer Veranstaltung an der Reihe "Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus" beteiligt hatte. Eine Woche zuvor wurde ebenfalls in Britz das Auto einer Aktivisten der Falken angezündet.

21. Januar 2017 | News Redaktion

Nach den Nazi-Attacken der letzten Wochen in Berlin-Neukölln wurde heute abend einer der Urheber, der Neonazi und NPD-Aktivist Sebastian Thom, im schönen Rudow besucht. In seinem Wohnumfeld (Käthe-Dorsch-Ring 10) wurden Flyer gesteckt und Plakate mit seinem Konterfei geklebt. Außerdem wurde sein Wohnhaus markiert. Nach kurzen Redebeiträgen löste sich die Gruppe von rund 50 Aktivist_innen wieder auf.

19. Januar 2017 | News Redaktion

Am Donnerstag, den 19.01.2017 haben wir der am 02.09.2016 eröffneten rechtsoffenen Kneipe „Rock'n'Schröders“ in der Silbersteinstraße 63 einen Besuch abgestattet und für einen hoffentlich großen finanziellen Schaden gesorgt.

Der Inhaber der Kneipe „Rock'n Schröders“ ist Stafan Schröder, Mitglied bei der Deutschrock-Band „Berserker“, welches dem Grauzone/rechtsoffenen Spektrum zuzurechnen ist. In dem Lied „Der Führer der mich führt“ wird klar die NS-Diktatur verharmlost. Auszug des Liedtextes: („Uns're Geschichte zu verleugnen hat keinen Sinn, die Wurzeln Goethes und noch mehr sind tief in uns drin. Die Geschichte uns'res Volkes wollt ihr uns nehm', wegen ei'm verrückten Mann für den ihr euch selber schämt.“) Desweiteren rufen sie in dem Lied „Das Schwein“ zur Lynchjustiz an Kinderschändern auf.

19. Januar 2017 | News Redaktion

Wie wir mit Freude von der AfD selbst erfahren durfte, wurde Jörg Kapitän an seinem Wohnhaus mittels Sprühereien geoutet. Kapitän ist Vorsitzender des Neuköllner NPD-Bezirksverbandes und der AfD-Fraktion in der Neuköllner BVV. Er selbst engangiert sich seit 2007 beim Verein Deutsche Sprache. Dieser hat sich der Reinhaltung des deutschen Wortes verschrieben und kämpft mit missionarischem Eifer gegen Anglizismen und was sonst noch als "undeutsch" betrachtet wird. Arbeiten tut er laut einer Recherche-Veröffentlichung bei der BVG und moderiert dort unter anderem die Cabriofahrten.

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