Charlottenburg-Wilmersdorf

10. September 2014 | News Redaktion

Am 3. Oktober 2014 richtet die rechspopulistische “German Defence League” auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg den “Tag der Patrioten” aus. Die Kundgebung soll gegen 14 Uhr beginnen und ist bis 18 Uhr angekündigt.

Als einziger Redner ist bislang Manfred Kleine-Hartlange bekannt. Der Rechtspopulist ist als Publizist tätig. Er besticht dabei durch seinen antimuslimischen Rassismus, seinen Antikommunismus und Verschwörungstheorien. Sein Hauptwerk lautet “Warum ich kein Linker mehr bin”, worin er den Kommunismus statt des Islams als seinen Hauptfeind bezeichnet, weil Linke rassistisch wären. Weitere Bücher heißen “Neue Weltordnung – Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?” und “Das Dschihadsystem – Wie der Islam funktioniert”. Er gab eine Textsammlung des rechtspopulistischen Bloggers Peder Are Nøstvold Jensen aka Fjordman heraus, der den Utøya-Attentäter Anders Behring Breivik stark beeinflusst hat. Kleine-Hartlange trat bereits in den vergangenen Jahren als Hauptact des Tags der Patrioten auf. Außerhalb rechtspopulistischer Kreise ist er weitgehend unbedeutend.

20. August 2014 | News Redaktion

Am 29. August 1992 wurden Günter Schwannecke und Hagen Knuth auf einem Spielplatz in Charlottenburg von Neonazis mit Baseball-Schlägern angegriffen und zusammengeschlagen. Die beiden Künstler hatten bei den rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen der Neonazis gegenüber anwesende Migrant_innen nicht weggeschaut, sondern Partei ergriffen. Günter Schwannecke starb wenige Tage später an seinen schweren Verletzungen.
Regelmäßig wird der Mord auf staatlichen Listen zu den Todesopfern rechter Gewalt seit 1990 nicht genannt. Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative versucht seit 2012 die Erinnerung an den Mord im Bezirk wach zu halten. Die von ihnen aufgestellten Gedenktafeln wurden regelmäßig beschädigt. Zuletzt in der Nacht zum 20. August 2014.

Anlässlich des 22. Jahrestages des Angriffes gibt es am 29. August 2014 ab 18.00 Uh eine Gedenkkundgebung auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße).

20. August 2014 | News Redaktion

Seit Anfang Juli erleben wir in Deutschland und anderen europäischen Ländern eine Welle von anti-israelischen Demonstrationen, auf denen nicht selten offen antisemitische Parolen gerufen werden. »Jude, Jude, feiges Schwein« und »Hamas, Hamas, Juden ins Gas« sind dabei nur zwei Beispiele von vielen. Auch die Plakate auf diesen Demos sprechen eine deutliche Sprache: »Stoppt den Holocaust in Gaza« und Israelfahnen, auf denen der Davidstern durch ein Hakenkreuz ersetzt wurde, sind dort beliebte Motive.

15. Juli 2014 | News Redaktion

Gemeinsam gegen den größten antisemitischen Aufmarsch Deutschlands!

Am 25. Juli 2014 soll der diesjährige größte antisemitische Aufmarsch Deutschlands in Berlin stattfinden. Anlass ist der internationale Al Quds-Tag, der im Jahr 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen wurde. Der Al Quds-Tag (Al Quds ist der arabische Name für Jerusalem) wurde als politischer Kampftag eingeführt, um für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels aufzumarschieren. Seit 1996 zieht der Al Quds-Tags-Aufmarsch jedes Jahr durch die Berliner Innenstadt. Organisiert wird das Ganze von der Hisbollah-nahen „Unabhängigen Al Quds-AG“. Anmelder und Hauptorganisator ist der Berliner Jürgen Grassmann, der in einem Video anlässlich des Al Quds-Tags 2013 davon spricht, dass die weltweiten Ereignisse „nicht zufällig und auch nicht unabhängig voneinander“ geschehen würden, sondern „Verbrechen der Zionisten und ihrer Handlanger“ seien. Auf ihrer Internetseite spricht die Al Quds-AG zudem davon, dass die „öffentliche Meinung durch die zionistisch beeinflussten Massenmedien gezielt und trickreich manipuliert“ würde. Das antisemitische Stereotyp der jüdischen Weltverschwörung wird in diesen und in noch vielen anderen geäußerten Sätzen nur allzu offensichtlich.

2. April 2014 | News Redaktion

Seit nunmehr zehn Jahren ist Harald Bankel organisierter und gewaltbereiter Aktivist der Berliner Neonazi-Szene. Heute wurde er am Charlotte-Wollf-Kolleg in der Pestalozzistraße (Wilmersdorf) mit Plakaten geoutet.

28. März 2014 | News Redaktion

Im Zeichen der Krise nehmen Rassismus und Nationalismus in vielen Ländern in Europa drastisch zu. Die antifaschistische Bewegung tut sich mit der Analyse dieses europäischen Rechtsrucks schwer. Zudem steht sie hierzulande vor vielen offenen Fragen. Der Kongress »Antifa in der Krise?!« will Gelegenheit zur Analyse, Vernetzung und Intervention bieten. Veranstaltungsort ist die Technische Universität in Berlin. Bundesweit werden Genoss*nnen an diesem Wochenende anreise und sich austauschen. Ein sehr großes Programm ist geplant. Es gibt Berichte und Diskussionen mit Antifas u.a. aus: Ex-Jugoslawien, Griechenland, Frankreich, Polen, Spanien, Skandinavien.

28. Februar 2014 | News Redaktion

Update: Die NPD will eine ganze Kundgebungstour durchführen. Kundgebungen sind in Neukölln, Kreuzberg, Charlottenburg und Reinickendorf angemeldet.

Heute wurde bekannt, dass die NPD für morgen (Samstag) zwischen 10 und 13 Uhr eine Kundgebung an der bald eröffnenden Geflüchtetenunterkunft in Britz angemeldet hat. Eine Gegenkundgebung gibt es auch schon: 9.30 Uhr Haarlemer Str./Neue Späthstraße!

20. Januar 2014 | News Redaktion

Seit Anfang der 1990er Jahre veranstaltet der extrem rechte Netzwerker Hans-Ulrich Pieper die sog. "Dienstagsgespräche", einen Gesprächskreis zwischen konservativen Eliten, Wirtschaftsfunktionären und der extremen Rechten. Von 2002 bis 2009 fanden die Gespräche im bezirkseigenen Ratskeller Schmargendorf statt, dort mussten sie auf Grund öffentlichen Drucks aufhören, um an unbelannter Stelle weiter geführt zu werden.

17. Januar 2014 | News Redaktion

Das von der AVZ Event GMBH betribene Logenhaus in der Emser Straße in Wilmersdorf war über Jahre hinweg Veranstaltungsort der neuen Rechten in Berlin. Ob der "Berliner Kolleg" des "Junge Freiheit"-nahen "Instituts für Staatspolitik", eine Verbandstagung der deutschen Burschenschaft vom 29.​02. bis zum 02.​03.2008, die "Zwischentage" im Oktober 2012 und 2013, oder der "Blaue Salon" der "Alternative für Deutschland". Doch damit könnte es nun ein Ende haben.

25. November 2013 | News Redaktion

Fight Racism, Sexism And Homophobia Now!

Am 23. November 2013 fand in Leipzig ein Kongress unter dem Titel „Für die Zukunft der Familie! - Familienfeindlichkeit | Geburtenabsturz | Sexuelle Umerziehung - Werden Europas Völker abgeschafft?“ statt. Er wurde von den Rechtspopulisten der Zeitschrift Compact organisiert. Die rassistische, antifeministische und homophobe Stoßrichtung der Veranstaltung wird bereits in ihrem Titel deutlich.

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