Lichtenberg

26. Januar 2015 | News Redaktion

Seit Mitte Dezember 2014 läuft eine rassistische Kampagne in Berlin-Hohenschönhausen, die sich erst gegen ein geplantes Containerdorf in Falkenberg, später auch gegen eine mit Flüchtlingen belegte Turnhalle in Hohenschönhausen richtete. Insgesamt vier Demonstrationen hat die Berliner NPD - unter dem Deckmantel einer "Bürgerbewegung" - bereits im Stadtteil organisiert, jedes Mal begleitet von antirassistischen Protesten. Die Mobilisierung wird jedoch nicht nur von auswärtigen Neonazis bewerkstelligt. Gerade die Vor-Ort-Mobilisierung, die Aktualisierung von Facebook-Seiten und die Ausgestaltung der Demonstrationen selber wird aktiv von Rassisten aus Hohenschönhausen getragen. Einer der aktivsten wurde gestern in die Öffentlichkeit gezogen.

22. Januar 2015 | Gemeinsam gegen Rassismus

Seit Dez. 2014 kommt es regelmäßig zu rassistischen Mobilisierungen in Hohenschönhausen. Der Protest richtetet sich gegen die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften in Falkenberg und Neu-Hohenschönhausen. Bereits viermal fanden Neonazi-Aufmärsche statt, die vor allem von der NPD und ihrem Umfeld organisiert wurden. Dazu gab es zahlreiche kleinere Kundgebungen, u.a. von Pro Deutschland. Unterstützt werden sie dabei tatkräftig von der Berliner Polizei. Hand in Hand verbreiten Anwohner und (organisierte) Neonazis ein Klima des Hasses. Selbst vor offenen Gewaltaufrufen wird nicht mehr zurückgeschreckt. Diese stellen gerade für die Bewohner*innen der Notunterkunft in Neu-Hohenschönhausen eine enorme Gefahr dar.

21. Januar 2015 | Gemeinsam gegen Rassismus

Etwa 60-70 Antirassist_innen haben an der Demonstration gegen Neonazis und Rassismus teilgenommen. Sie führte vom Bürgeramt in der Egon-Erwin-Kisch-Str. quer durch den Kiez und verhinderte so, dass die Neonazis und Rassist_innen in die Nähe der Flüchtlingsturnhalle kommen konnten. Unterstützt wurde die Demonstration durch einen Live-Auftritt des Hohenschönhausener Rappers Pyro One, der auch ein paar Worte an die Demonstrant_innen und Anwohner_innen richtet. Die Zwischenkundgebung, auf der der Live-Auftritt stattfand war nur etwa 100 Meter vom Antreteplatz der Rassisten-Demonstration entfernt. Die Polizei schirmte die beiden Demonstrationen von einander ab.

20. Januar 2015 | News Redaktion

Bis Frühling 2015 will der Berliner Senat in den Stadtteilen Pankow, Lichtenberg, Marzahn, Lichterfelde und Köpenick Containerunterkünfte für Geflüchte eröffnen. Dagegen demonstrieren seit Monaten organisierte Neonazis mit rassistischen Bürgern in Marzahn, Buch und Köpenick.

Durch die Häufigkeit dieser rassistischen Proteste ist ein Bild entstanden, dass wir so nicht stehen lassen wollen. Es gibt viele Menschen die sich für Geflüchtete einsetzen und sich mit ihnen organisieren. Diese Solidarität bleibt oft unsichtbar, da sie sich nicht in abendlichen einschüchternden Brülldemonstrationen, sondern in nachhaltiger Unterstützungsarbeit (Übersetzung, Unterricht, Ämterbegleitung, uvm.) äußert.

19. Januar 2015 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 10. Januar 2015 nahmen in Hohenschönhausen 187 Menschen an einer rassistischen Demonstration teil. Sie wurde angemeldet von einem Aktivisten der NPD, die auch den Lautsprecherwagen, die Redner und Teile des Ordnerdienstes stellte. Der Schutz am Lautsprecherwagen wurde von Neonazis aus der verbotenen Kameradschaft "Frontbann 24" (heute "Die Rechte Berlin") gestellt, desweiteren waren Neonazis aus dem Neonazinetzwerk "NW Berlin" orgasatorisch eingebunden.

18. Januar 2015 | News Redaktion

Am Samstag veranstaltete die Splitterpartei "Pro Deutschland" um 15 Uhr eine Kundgebung in Hohenschönhausen. Dazu hatte sie mit einem nach offizieller Bezirkspost anmutenden Flugblatt aufgerufen.

14. Januar 2015 | Gemeinsam gegen Rassismus

Seit Dezember 2014 marschieren Neonazis regelmäßig durch Hohenschönhausen. Zuerst protestierten sie gegen die geplante Eröffnung eines Containerlagers für geflüchtete Menschen im Dorf Falkenberg. Jetzt richten sie sich auch gegen die Einrichtung einer Notunterkunft im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen. Die Proteste werden immer von der gleichen NPD-nahen Neonazi-Struktur getragen. Es droht die Gefahr, dass sich in Hohenschönhausen ein neuer Anlaufpunkt für gewaltbereite und aktionsorientierte Neonazis entwickelt.

12. Januar 2015 | News Redaktion

Seit Dezember 2014 marschieren Neonazis regelmäßig durch Hohenschönhausen. Zuerst protestierten sie gegen die geplante Eröffnung eines Containerlagers für geflüchtete Menschen im Dorf Falkenberg. Jetzt richten sie sich auch gegen die Einrichtung einer Notunterkunft im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen. Die Proteste werden immer von der gleichen NPD-nahen Neonazi-Struktur getragen. Es droht die Gefahr, dass sich in Hohenschönhausen ein neuer Anlaufpunkt für gewaltbereite und aktionsorientierte Neonazis entwickelt.
Doch wir wollen den Faschos die braune Suppe versalzen. Am 13.1. gibt es eine antifaschistische Demonstration durch Hohenschönhausen. Wir überlassen den Neonazis nicht die Straßen. Deshalb unterstützt den antifaschistischen Protest!

13.10.2015 - 18.00 Uhr
Egon-Erwin-Kisch-Str. (Vor dem Bürgeramt, Nähe S-Bhf. Hohenschönhausen)

12. Januar 2015 | News Redaktion

Wir schreiben diesen Bericht, um unsere Erfahrungen beim Protest gegen den Naziaufmarsch in Hohenschönhausen zu teilen. Damit wollen wir dazu beitragen, die rassistischen Zustände aus unserer Perspektive zu dokumentieren und die dringende Notwendigkeit, dazu Stellung zu beziehen und aktiv zu werden, deutlich machen.

Am Samstag, 10. Januar 2015, versammelten sich ca. 150 Nazis und rassistische Anwohner_innen in Neu-Hohenschönhausen zu einer angemeldeten Demo gegen ein kürzlich eingerichtetes Turnhallen-Lager für Geflüchtete im Bezirk. Sie knüpfen damit an die regelmäßigen und vermehrt stattfindenden Naziaufmärsche in verschiedenen Berliner Bezirken und an die rassistische Hetze gegen Geflüchtete an.

9. Januar 2015 | News Redaktion

Nachdem 2 Turnhallen in Hohenschönhausen geräumt werden mussten, damit Refugees dort einziehen können, kam es in Hohenschönhausen zu einer rassistischen Demo, an der bis zu 60 Nazis, viele aus dem BFC Dynamo Umfeld teilnahmen. Aufgerufen wurde auf Facebook in diversen Gruppen. Mit Parolen wie "Wir wollen keine Asylantenheime" zogen sie aggressiv, nur von wenigen Bullen begleitet durch die Straßen und konnten viele Menschen mit ihrer rassistischen Stimmungsmache erreichen. Bereits gestern versammelten sich dort einige Nazis, wie unter anderem auf Indymedia berichtet wurde.

Widerstand gegen den rassistischen Aufmarsch gab es, bis auf einige Bezugsgruppen, welche sich vorher an der Bornholmer Straße versammelten keinen.

Dem Aufruf zu einer Sponti am S-Bhf. Bornholmer Str. zu erscheinen, folgten knapp 30 Personen. Unserer Meinung zu wenige, um entschlossen gegen den Rassismus in Nord-Ost Berlin zu demonstrieren. Daher entschieden wir uns, spontan nach HSH zu fahren, und uns dort den Nazis in den Weg zu stellen.

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