Lichtenberg

27. August 2014 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Unbemerkt von einer breiteren antifaschistischen Öffentlichkeit hat sich mitten in Berlin ein Netzwerk von Anhängern des sog. „Nationalsozialistischen Black Metal“ (NSBM) eingerichtet, dass aufgrund internationaler Kontakte ein florierendes Geschäft mit entsprechenden Tonträgern, Merchandise und Fanzines etabliert hat, sowie mit der europaweiten Organisierung von Konzerten wichtige Funktionen innerhalb dieser neonazistischen Subkultur übernimmt. Im Vordergrund steht offenkundig nicht lediglich die Profitmaximierung, sondern auch die politische Agitation innerhalb dieser Musikszene und die Unterstützung anderer Neonaziorganisationen außerhalb des Black Metal. Dass es Teile dieses Personenkreises nicht nur bei der Propaganda belassen, zeigen die Verbindungen zu anderen Neonazigruppen und einzelne Bestrebungen hin zu rechtsterroristischen Aktionen.

4. August 2014 | News Redaktion

Insgesamt 1191 Tage bestand der Neonazi-Treffpunkt in der Lückstraße 58. Seit dem 3. Juni 2014 ist er Geschichte. Die Neonazis verabschiedeten sich Ende Mai mit mehreren Versammlungen vor dem Objekt. Der Treffpunkt war in den letzten drei Jahren eines der zentralen Objekte der Berliner Neonazi-Szene. Hier fanden Veranstaltungen, Kampfsportkurse und Neonazi-Feiern statt. Die Lückstraße 58 war Ausgangspunkt für Propagandatouren, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen gegen Migrant_innen und Andersdenkende, die nicht ins Weltbild der Neonazis passten. Aktuell wurde ein Heft veröffentlicht, das die letzten drei Jahre zusammenfasst.

31. Mai 2014 | News Redaktion

Am 29. Mai 2014 fand im Blockpark an der Lückstraße eine "Winke-Winke-Kundgebung" zur Schließung des Neonazi-Treffpunkts in der Lückstraße 58 statt. Über drei Stunden gab es ein buntes Programm, um den Auszug der Neonazis zu feiern. Neben einer Ausstellung über die Lückstraße 58, den Nationalen Widerstand und die extrem rechten Nutzer_innen wurde in Redebeiträgen über die Aktivitäten, die von dem Objekt ausgingen, informiert. Kaffee, Tee und Kuchen gab es zur Stärkung. Neben Musik vom Band trat ein Liedermacher mit jiddischen Liedern auf. Zur Unterhaltung gab es ein Quiz und ein paar Kinderangebote. Kontinuierlich waren mehr als 40 Menschen vor Ort.

20. Mai 2014 | News Redaktion

Im März 2011 mieteten Neonazis aus dem Netzwerk des „Nationalen Widerstand Berlin“ ein Ladengeschäfts in der Lichtenberger Lückstraße 58 an. Dazu nutzten sie den Tarnverein „Sozial engagiert in Berlin e.V.“. Seitdem fanden dort Neonazitreffen und Veranstaltungen statt. Hier wurden Flugblätter, Transparente und Plakate gelagert, z.B. die Wahlplakate der Lichtenberger NPD. Zudem war das Objekt Ausgangspunkt von Propagandatouren, Bedrohungen und Übergriffen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Am 31. Mai 2014 müssen die Neonazis das Objekt verlassen.

Ein Grund zu feiern mit: Musik, Infos und Ausstellung zur Lückstraße, Quiz, Protest-Verpflegung, Kinderangeboten und weiteren Überraschungen

29.05.2014 - 14.00 bis 17.00 Uhr
Blockpark an der Lückstraße (gegenüber der Lückstraße 58; Nähe S-Bhf Nöldnerplatz)

16. Mai 2014 | News Redaktion

Morgen, Samstag 17. Mai, plant die NPD um Sebastian Schmidtke ab 10 Uhr wieder eine Wahlkampftour durch den Berliner Osten. Ihre rassistische Mobilisierung steht im Zusammenhang mit den für den 25. Mai anberaumten Europawahlen. Geplant sind die Ort Adlershof, Lichtenberg, Hellersdorf und Reinickendorf.

Gegenproteste sind geplant:

  • Adlershof - 9:30Uhr, am Markt
  • Lichtenberg - 10:30Uhr, Prerower Platz
  • Hellersdorf - 12:30Uhr, Alice-Salomon-Platz
  • Pankow - Anschließend (Auf aktuelle Inofs achten), nahe der Unterkunft

Raus auf die Straße! Raus in die Randbezirke und den NPDler*innen den Tag versauen! Bringt Schilder, Transpis und Lärm mit!

Achtet auf weitere Ankündigungen!

13. Mai 2014 | News Redaktion

Am 10. Mai 2014 wollte die NPD in Lichtenberg mit einem Infostand gezielt gegen Roma in Lichtenberg hetzen. Aus diesem Grund hatte sie einen Infostand von 10 bis 14 Uhr in der Nähe eines Hauses angemeldet, in dem mehrere Roma-Familien wohnen, um dort ihre rassistische und antiziganistische Hetze zu verteilen und kundzutun. Einige Gegendemonstrant_innen verhinderten, dass die NPD ihre Propaganda unter die Leute bringen konnte.
Nach noch nicht einmal zwei Stunden bauten die etwas mehr als ein Dutzend teilnehmenden Neonazis ihren Stand ab.

Nicht der erste Versuch…

12. Februar 2014 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am Samstag, dem 8. Februar 2014, veranstaltete die Berliner NPD eine Kundgebungstour durch Köpenick, Lichtenberg, Hellersdorf und Pankow. Mit dem NPD-LKW "Flaggschiff" und zwei Kleintransportern wurden 17 Neonazis von Ort zu Ort kutschiert, um sich jeweils eine halbstündige Kundgebung mit den immergleichen rasstischen Reden von Sebastian Schmidtke und Ronny Zasowk (Cottbus) anzuhören.

10. Februar 2014 | News Redaktion

In der vergangenen Nacht wurden zwei Männer in der Lichtenberger Lückstraße von sechs Neonazis angegriffen und verletzt. Der Angriff steht in einer Linie mit etlichen Neonaziaktivitäten rund um den Treffpunkt in der Lückstraße 58.

Von vorne:
Um 0:45 Uhr hörten am 9. Februar 2014 zwei Männer in der Lückstraße Sprechchöre wie u.A. "Frei, sozial, national". Sie erwiederten diese mit linken Parolen. Direkt im Anschluss wurden sie von sechs Neonazis angegangen, geschlagen und getreten. Es ist davon auszugehen, dass die Täter aus dem Neonazi-Treffpunkt in der Lückstraße 58 kamen. Anschließend flohen sie in die Emanuelstraße. Dort befindet sich ein Seiteneingang zu dem Hof, von dem aus auch der Neonazitreffpunkt zu erreichen ist.

8. Februar 2014 | News Redaktion

Für den 8. Februar ruft die Berliner NPD erneut zu einer Kundgebungstour gegen Asylsuchende auf. Ab 10:30 wollen die Nazis Orte in Köpenick, Friedrichsfelde, Hellersdorf und Pankow anfahren. Bereits im letzten Jahr veranstaltete die Nazipartei vor zahlreichen Flüchtlingsunterkünften im Raum Berlin ihre rechten Propaganda-Veranstaltungen. Angespornt fühlte sich die NPD vor allem durch den rassistischen Zuspruch aus Teilen der Hellersdorfer Bevölkerung. Hier eröffnete im Sommer 2013 eine Unterkunft für Asylsuchende, was eine breite rassistische Mobilmachung zur Folge hatte.

Gegenproteste:
ab 10 Uhr in Köpenick: vor dem Allendecenter (Müggelheimer Straße / Neruda-Straße ) - Anreise mit der Tram (Linien 67 oder 27) oder Bus (X69)
ab 12 Uhr in Friedrichsfelde / Lichtenberg: Alt-Friedrichsfelde 110 - Anreise über U-Bhf. Friedrichsfelde
ab 13 Uhr in Hellersdorf: Maxi-Wander-Str. / Neue-Grottkauer-Str. - Anreise über den U-Bhf. Neue Grottkauer Straße
ab 15 Uhr in Pankow: Rathaus Pankow (Mühlenstr. / Breite Str.) - Anreise über S- und U-Bhf. Pankow.

5. Januar 2014 | News Redaktion

Blood & Honour(B&H) ist ein euro­pa­weit orga­ni­siertes Neo­na­zi­netz­werk, dessen Kon­zerte und Ver­öf­fent­li­chungen als klas­si­scher Ein­stieg in die Neonazis-Szene gelten. Sie sind Antreiber und Begleit­musik für Mord und Tot­schlag. Auch die ras­sis­ti­schen Seri­en­mörder des NSU wurden aus der zum Teil kon­spi­rativ orga­ni­sierten Neo­na­zi­mu­sik­szene um B&H unter­stützt. Bei der Hand­voll neo­na­zis­ti­scher Musik­gruppen die sich in Berlin im B&H-Umfeld zusam­men­ge­funden haben, hat sich das lang­jäh­rige Band­pro­jekt „Legion of Thor(L.O.T.) eine nähere Betrach­tung ver­dient.

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